OS: Android, iOS, Windows 8, Blackberry
und weitere
Preis: 2,69 € (iOS)
App-Store-Link: iOS, Google Play
King Oddball ist kein ganz neues Spiel
im App Store, aber ist in meinen Fokus gerückt, weil es kurzfristig
kostenfrei zu haben war. Aufmerksame kwAPPcast-Hörer kennen den
Publisher durch den Titel Joining Hands (kwAPPcast Nummero 10), der
genau wie King Oddball auf einer Vielzahl von Plattformen erhältlich
ist. Es ist schon erstaunlich für wie viele Systeme 10tons Spiele
veröffentlicht.
Rein inhaltlich ist King Oddball ein
Physik-Puzzler, ein Genre, das sich speziell seit Angry Birds großer
Beliebtheit erfreut. Schaut man sich Screenshots dieses Titels an,
dann sieht er dem wohl bekanntesten Mobile Game auch nicht unähnlich.
Und richtig, hier gilt es auch Gegner und eine (rudimentäre)
Level-Architektur mit möglichst wenigen Wurfobjekten zu zerstören.
Der Hauptprotagonist ein merkwürdiger
(„odd“), runder („ball“) König („King“), der wie ein
Mond über den Levels schwebt. Im Gegensatz zu Angry Birds gibt es
bei King Oddball keinen Ziel- und Spannmechanismus, mit dem die
Projektile verschossen werden. Stattdessen schwingt der King mit
seiner Zunge einen Stein hin- und her. Die Aufgabe des Spielers ist
es, durch Tappen auf das Display, im richtigen Moment loszulassen und
so den Stein möglichst präzise auf die (unbeweglichen) Gegner zu
schleudern. Das ist in den ersten Levels relativ trivial, doch in
späteren Abschnitten gibt es in der Regel mehr Gegner zu zerstören,
als Geschosse zur Verfügung stehen. Dies bedeutet, dass der Spieler
durch geschicktes Einreissen von Strukturen, Abprallen von Gegnern
oder Treffen von Dynamitkisten möglichst effektiv mit seinem
Stein-Vorrat haushalten muß.
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| Hail to the king, baby! |
Spielerisch geht die Mechanik gut von
der Hand, es wird auch nur ein Touch auf dem Display benötigt, um
einen kleinen Felsen loszulassen und – gutes Timing vorausgesetzt –
möglichst viele Gegner zu zerstören. Insofern eignet sich King
Oddball besonders gut für die tastenlose Generation mobiler
Endgeräte. Inhaltlich klingt das jetzt vielleicht sehr
unspektakulär, doch die Lernkurve ist recht angenehm, da die Levels
nach und nach kniffeliger werden und später wirklich präzises
Tappen nötig ist, um kunstvolle Kettenreaktionen auszulösen.
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| Das Schutzschild um den Hubschrauber sorgt für etwas Abwechslung. |
Der grafische Stil ist charmant, da
eigen. Insbesondere der King ist ein angenehm abwegiger Charakter und
wäre in einem Horrorspiel wohl auch nicht fehl am Platze. In
Verbindung mit der beschriebenen Mechanik wirkt er aber einfach nur
schön skurril. Negativ muß man allerdings auch die ewig gleichen
Gegner erwähnen, die im einheitlichen Dunkelgrün auf ihre
Zerstörung warten. Das macht das Ganze unnötig trist, da reißt
auch der farblich veränderte Hintergrund und der merkwürdige wie
kunstvolle Rauschfilter, der über den Ingame-Passagen gelegt wurde,
nichts mehr heraus.
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| Die Weltkarte dient als Level-Auswahl. |
Trotz dieses Mankos macht das Spiel
Spaß und zieht aufgrund seiner leichten Bedienung schnell in seinen
Bann. Das berühmte „schnell einen Level noch“ greift auch bei
King Oddball. Dennoch war ich lange bei einer 3-Sterne-Wertung und
zwar vor allem aufgrund der mangelnden Abwechslung (spielerisch und
auch optisch). Mit der Zeit deckt man auf der Weltkarte, die als
Levelauswahl-Bildschirm dient, allerdings Gimmicks oder weitere
Herausforderungen auf, die das Ganze auflockern. Als ich ein kleines
rotes Telefon freigespielt hatte, mit dem ich in der Lage war mit
King Oddball zu kommunizieren und – das richtige Schlüsselwort
vorausgesetzt - geheime Levels zu spielen war es dann Essig mit der
zurückhaltenden Wertung: 4 / 5 Sterne kann ich dem Spiel schon guten
Gewissens geben. King Oddball ist insbesondere eine Empfehlung, weil
es auf nahezu allen mobilen Plattformen erhältlich ist. Wen das
Geschriebene anspricht sollte also mal im App Store seines Vertrauens
auf die Suche gehen!



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